Ausbildungsinhalt


Block 1: Ausdrucksmalpädagogik

Beim Ausdrucksmalen kommt der Malende in Kontakt mit seiner Seele und seinen inneren Bildern und wird von einer Person, dem Malbegleiter, begleitet. Sie/er unterstützt den persönlichen Malprozess mit Ihrer/seiner Empathie und Wertschätzung und gibt bei Bedarf Impulse.

 

Diese Tatsache fordert, dass die begleitende Person ein hohes Maß an Sensibilität, Intuition und wertfreie Wahrnehmung mitbringen muss. Um überhaupt mit diesen Qualitäten arbeiten zu können, steht Selbsterfahrung d.h. Erkennen seiner eigenen Grenzen und Lösen seiner eigenen inneren Konflikte an vorderster Stelle. Deshalb wird während der ganzen Ausbildungszeit sehr viel Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmer gelegt.

  • Die ersten 3-4 Wochenenenden dienen hauptsächlich der Selbsterfahrung im eigenen Ausdrucksmalprozess - theoretische Grundlagen werden mit eingebaut.
     
  • Der Schwerpunkt der darauffolgenden Wochenenden ist eigenes Begleiten üben. Wahrnehmungsübungen, sowie bewusstes beobachten des eigenen Körpers und der emotionalen Schwingungsfähigkeit unterstützen das Erlernen des wertfreien Wahrnehmens. Weiterhin ist Selbsterfahrung ein wichtiger Bestandteil, da dies die empathische Haltung, später beim eigenen Begleiten unterstützt. Übungen aus der Kunsttherapie fließen mit ein.

    Theoretische Grundlagen:
  • Informationen über Materialien, Kursaufbau, Kurssysteme, Literatur
  • Der kreative Prozess
  • Der eigene Stil und das persönliche Konzept
  • Die innere Haltung des/der Begleiter/in
  • Kontaktaufnahme und Arbeiten mit dem Hier und Jetzt
  • Das fünf Phasen Modell im gestalttherapeutischen Prozess nach Stämmler & Bock
  • Begleitende Interventionen zu den einzelnen Abwehrmechanismen
  • Der therapeutische Auftrag 
  • Übertragung und Gegenübertragung
  • Prozessblockaden
  • Der Gruppenprozess
  • Einführung in die Gesprächsführung
  • Der Einsatz von Musik im Kontext zum Ausdrucksmalen
  • Der Umgang mit psychischen Störungen im Kontext zum Ausdrucksmalen
  • Übungen aus der Kunsttherapie

 

Abschlusswochenende - Reflexion der kompletten Ausbildung, Abschlussgespräch, Raum für Kreativität und offene Fragen

 

Anwendungsmöglichkeiten
In vielen verschiedenen Berufsfeldern ist es möglich, das Ausdrucksmalen im Arbeitsleben mit anzubieten als Bereicherung und Entlastung für alle Beteiligten. z. B. in Schulen, Kindergärten, Altenheime, sozialen Einrichtungen, therapeutischen Praxen (auch Ergotherapie), psychosomatische Kliniken, bzw. Reha-Einrichtungen.

Es ist natürlich auch möglich, Ausdrucksmalen als eigenständige Therapie, bzw. eigenständiges Kurssystem anzubieten. Ausdrucksmalen, bzw. Maltherapie und deren Wirkungsweise findet unter anderem auch immer mehr Anerkennung im psychiatrischen Bereich.


 

Voraussetzung für die Ausbildung - Ausdrucksmalpädagogik
-  Diese Ausbildung ist für Menschen geeignet, die sich intensiv mit dem  

   Ausdrucksmalen, bzw. mit sich selbst auseinander setzen möchten

 - Vorerfahrung in einem pädagogischen, sozialen, künstlerischen, therapeutischen oder

    heilkundlichen Bereich sind natürlich von Vorteil, aber nicht unbedingt erforderlich
-  Eine gesunde psychische Belastbarkeit!

Abschluss:

Die Teilnahme der Ausbildung (Block 1) wird am Ende von der Kursleiterin mit dem Titel "Ausdrucksmalpädagoge/in" zertifiziert.

Teilnehmerzahl ist begrenzt

Eine intensive Betreuung der Teilnehmer/innen ist sehr wichtig, deshalb ist die Teilnehmerzahl auf 6 Personen begrenzt. Durch diese kleine Gruppe ist ein sehr intensives Arbeiten und Lernen möglich und somit ein sehr hohes Niveau der Ausbildung gewährleistet.

Ausbildungsleitung: Petra Schoch

 
Bei Interesse fordern Sie bitte unsere kostenlose Infomappe  an.

 

Oder direkt bei der Zukunftswerkstatt Amberg